Sonntag, 26. September 2010

Keine Bären in Tofino

4. Tag Tofino-Nanaimo

Es regnet! Mist! Es regnet zu viel hier!! Ach dem Frühstück gehts trotzdem nach Tofino rein. Mal schauen vielleicht wirds ja besser, das Wetter. Aber nein es wird nicht besser. Es ist so ein Tag den man zu Hause schön auf der Couch verbringt und sich Quatsch im Fernsehen anschaut. Aber wir sind nicht auf der Couch sondern gehen erst mal Geld holen, in diesem wirklich hübschen kleinen Hafenörtchen. Und noch einen kleinen Rum. Muss man sich das Wetter halt schön saufen!! Dazu später mehr.
Ok zurück! Ab aufs Festland, da ist es bestimmt besser. Wir halten noch am "Long Beach" im Tsunami Gebiet um ausschau nach Grauwalen zu halten. Aber das einzige was wir halten ist der Regenschirm! Und zwar fest, ganz fest!


Wieder zurück über diese geile Straße nach Nanaimo wo die Fähre uns wieder nach Vancouver bringen soll. Es regnet unaufhörlich, und die Straße schwimmt teilweise. Den Baustellen mit den Schotterpisten tut der Regen auch nicht wirklich gut wie man sich denken kann. Da sind mittlerweile Schlaglöcher in denen man baden könnte! Leider sind die Fotos davon nix geworden. Wahrscheinlich ist beim Bildstabilisator unserer Camera auch irgendwann mal Schluss!
Bei der Abfahrt hatten wir noch den Tipp bekommen einen Hängebrückenpark nördlich von Vancouver zu besuchen. Ok hört sich gut an. Auf Hängebrücken zwischen  Bäumen zu laufen... Cool das machen wir. 

Unterwegs kommen wir noch an den 'Little Qualicum Falls' vorbei und schauen uns die für uns erste Attraktion an. Nix atemberaubendes, aber immerhin mal raus. Der Regen hat auch mal kurz ein einsehen und lässt uns in Ruhe.

In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit, beschlossen wir dann lieber kurz vor der Fähre einen Campingplatz zu suchen und am nächsten Morgen überzusetzten. Schnell noch lecker Fleisch einkaufen und dann....oh ein Wal Mart. Hm.. die haben bestimmt einen FM-Transmitter für mich. Und richtig für 18CAN$ können wir endlich unsere Musik und Hörbücher hören. Geht doch!
Am Campingplatz angekommen wechselt es zu Nieselregen und wir können ...ähm erstmal ein Bier aufmachen. Dann den Grill anmachen.  Ach ja, nach dem Bier folgte natürlich eine kleine Verkostung des in Tofino erstandenen Rums. Hier mach ich mal Werbung: Der Autor trinkt ab jetzt nur noch Appleton Estate! Auch jetzt gerade! Hm.. dieser Rum ist aber auch scheiß lecker! Oh Moment muss mal kurz nachschenken......hm jetzt fällt mir nix mehr ein. Morgen gehts weiter!

Pazifik wir kommen...

3. Tag Viktoria-Tofino

...aber halt da ist was! Der Gegner aller die draußen was machen wollen. Die gerne mit dem Rad fahren oder spazieren gehen. Der verdammte REGEN!

Es hatte nachts geregnet und morgens ist es nebelig mit Nieselregen. Hm... gut wir müssen eh erstmal ein Stück fahren. Vorher noch eben getankt. Naja dauert halt bis 177 Liter getankt sind. Dafür aber mein neuer persönlicher Rekord beim Tankwart:  195CAN$!! HuHu, mal schauen wie lange das in den Bergen hält.

Tja der Regen hält sich hartnäckig, ach und noch etwas ist verantwortlich erhöhten Puls zu schieben! Kurze Vorgeschichte: Ich hatte beim Vermieter seinerzeit angefragt ob das Wohnmobil über ein MP3 fähiges CD-Radio verfügt. Antwort: Nein!
Ok dann packe ich halt MP3 Player ein, also mehrere. Auch ein geliehener mit Hörbüchern ist dabei. Alles hab ich zu Hause ausprobiert. Fast alles. Und das rächt sich jetzt. Der FM Transmitter mit dem ich den Ton vom MP3-Player zum Autoradio bekomme, will nicht mehr. Ein scheiß 4,95€ Teil. Bei uns kost das so wenig. Hier wollen die natürlich gleich mal 35CAN$ haben. Wir hadern noch mit der Anschaffung, aber die ganze Zeit das canadische Radio??  Das ist nix! Die sabbeln immer so viel und der Empfang ist auch Beschissen hier in den Bergen. Ach ja das Auto hatt übrigens doch ein MP3-fähiges CD-Radio!

Aber zurück zu den Bergen. Die Landschaft und die Straße sind atemberaubend! Die Strecke würd ich gerne mal mit dem Moped fahren! Da sind Steigungen bis 18%, scharfe Kurven, enge Stellen und das alles mit diesem, ich nenn ihn ab jetzt Monster. Also es ist definitiv schmaler und enger hier als in Ontario. Man wäre mit einem kleineren Mobil hier echt besser bedient.

Wir kommen an kleinen hübschen Orten vorbei und halten auch immer Ausschau nach einem Tim Hourtons und einem Canadian Tire. In ersterem gibts lecker Kaffee und Dounuts und im Zweiten wollen wir noch unseren Grill kaufen.

In Nanaimo werden wir fündig und kaufen den gleichen Grill den wir vor drei Jahren mit dicken Tränen in Toronto auf dem Campingplatz in den Müll schmeißen mussten. Schatzi ist begeistert. Noch einen großen Sack Kohle dazu. Perfekt!
Ach und noch was geht in den Einkaufswagen. Ein Klingelknopf! Also so einen für die Haustür jetzt. Wir haben endlich einen gefunden! Mal sehen ob der bei uns funktioniert.

Weiter gehts über Parksville und auf die "winding Road" nach Tofino. Zwischendurch gibt es Baustellen wo man über Schlaglochübersäte Schotterstraßen. Mit meinem Auto wäre ich wieder umgekehrt. Die drehen wohl durch hier! Aber ist ja nicht mein Auto! Hinten im Auto hört es sich so an, als ob es jemand mit dem Mocker auseinander kloppt!

Dann kommen wir in ein Tsunami Gebiet! Ja richtig gelesen Tsunami! Wir beschließen auf dem Rückweg hier mal anzuhalten. Der Regen wird gerade nicht weniger. Eher mehr! Und so endet der Tag auf dem Campingplatz im Regen mit der Einweihung des neuen Grills und ein paar lecker gegrillten Steaks.

Ein nettes Paar aus Köln verwickelt uns noch in ein Gespräch und berichtet über die Dinge die wir uns noch anschauen wollen.

Gute Nacht!

Donnerstag, 23. September 2010

Los Gehts

2. Tag Richmond-Victoria

Man wacht so gegen fünf Uhr auf und denkt so... Mist noch zwei Stunden bis zum Frühstück und oh.. Scheiß kalt...ich glaub ich mach mal die Heizung an!

Dann erst mal eine Rauchen. Ich schau so die Auffahrt entlang und da steht doch tatsächlich der Mann mit unserem Koffer! Na das ist ein gutes Zeichen! Er sollte noch abends kommen aber wir waren so fertig, dass wir den Vermieter baten ihn entgegen zu nehmen. Soviel zu den Inselaffen!

Nach einem guten Frühstück und einer Einweisung durch den Vermieter und zusammen mit einem anderen Paar aus Berlin kommt endlich der große Moment. Den V10 starten!! Ha was für ein geiler Sound.


Auf zur Fähre. Nach Victoria. Das erste Etappenziel. Die Fähren sind ganz schön mächtig hier. Sieben Decks und jede Menge Wohnmobile an Board.

Nach 90min kommt man in Victoria an. Also nicht direkt, denn Victoria ist noch 30 km entfernt. Verhält sich so ähnlich wie z.B. mit dem Flughafen München. Der ist ja auch nicht wirklich in München!
So erster Parklatz erstmal kurz anhalten, Orientieren und den Gashahn wieder aufdrehen sowie den Kühlschrank wieder starten. Nicht das dass Bier warm wird!

Dann Zieleingabe ins Navi. Wohin wollenen wir denn jetzt? Einkaufen? Oh gute Idee. Wir haben eine Rabattkarte vom Vermieter bekommen und suchen den nächsten entsprechenden Safeway Markt.
Ist sowieso gerade voll bis Meppen auf der Strasse wegen der ganzen Fahrzeuge von der Fähre. Und schon soll ich die nächste abbiegen.
Huch das aber ganz schön eng hier! Kann mich nicht erinnern, dass mir das Auto in Ontario auch so groß vorkam. Ein Blick auf die Plakette am Amaturenbrett sagt: Breite: 2,95m Hm...  nö alles wie gehabt. Muss an den Strassen liegen. Der erste Supermarkt fiel dann auch mal gleich wegen der Mickey Maus Parkplätze aus. Keine Ahnung wie man da mit einem normalen 7,7m Fahrzeug reinkommen soll?!

Also den Nächsten im Navi gesucht. Der war dann etwas besser. Wir konnten hinter dem Gebäude bei der LKW Anlieferung parken. Tss tss also die Stadt ist nix für uns. Hier mit dem Wohnmobil zu fahren ist ungefähr so wie mit einem VW Bus im Oberland von Helgoland zu fahren, wenn man es könnte.
Also raus, ab zum Campingplatz. Ist auch schon fünf, und ein blöder Feierabendverkehr zudem!

Am Campingplatz durfte man leider kein Feuer machen. Das war jetzt nicht schlimm weil wir auch (noch) kein Feuerholz hatten. Also die leckeren Steaks in die Pfanne.

Mahlzeit!

Reise, Reise

Tag 1. Brinkum-Vancouver

Die Fahrt zumFlugplatz Hamburg begann dann heute mal mit Taxi und Bahn.
Der Zugführer faselte dann irgendwas von einem technischen Defekt um seine neun Minuten Verpätung rechtfertigen zu können. Die neun Minuten holte er auch nicht wieder rein, und so waren aus stattlichen 12 min zum umsteigen in die S1, drei geworden, für neun Gleise, mit zwei riesen Koffern und einer Sporttasche!
Aber wir hatten Glück. Die S-Bahn hatte auch Verspätung.

Auf dem Flugplatz ging alles gut. Wir hätten noch auf die World Traveller Plus upgraden können, aber da wir schon 100,- für die "guten" Plätze verbraten hatten waren die 179,- p.P zwar verlockend, aber wir wollten die Kasse nicht gleich zu Beginn so strapazieren.
Nach einem kleinen Snack haben wir dann mal in der Raucher Lounge neben Tim Mälzer Platz genommen der gerade von seinem HongKong Trip erzählte. Aber jemand anderen und am Telefon! 

Die Maschine hatte dann bis London ca 20min Verspätung, aber dafür bekamen wir eine persönnliche Führerin, die uns im Eiltempo zum Abfluggate brachte. Wir hatten nämlich nur noch EINE STUNDE zum umsteigen. In London fühlt sich das aber so an als ob man von Brinkum zur Schlachte fährt....mit dem Rad!
Und damit durften wir dann fliegen:


Nach acht Stunden Flug kamen wir also in Vancouver an und gingen direkt zur Gepäckausgabe. Schöner Flughafen. Alles mit schicker Auslegeware dekoriert und im unteren Bereich siehts aus wie in einem Einkaufscentrum. Mit großem Wasserbecken und allem Zip und Zap!

Tja an der Gepäckausgabe war sie weg, die gute Laune. Ein Koffer hatte den schnellen Umstieg  in London leider nicht gepackt! Also ab zum BA Schalter von dem wir bereits ausgerufen wurden. Immerhin, macht die Sache aber auch nicht besser! Blöde Inselaffen die Zweite!

Dann die nächste kleine Enttäuschung. Unser Vermieter, der uns eigentlich vom Flughafen abholen sollte war telefonisch nicht zu erreichen und wir nahmen ein Taxi zu ihm. Hm... geht ja gut los hier!
Na aber als wir dann bei unserem Wohnmobil ankamen war alles wieder gut!
Erstmal ein Bier aus dem Kühlschrank geköpft und bemerkt das wir schon ganz schön müde waren. Da war es mittlerweile auch schon vier Uhr unserer Zeit.

Montag, 20. September 2010

Vorfreude

So nu gehts mal los!

Also vielmehr Morgen. Die Vorfreude ist als als ständiges grummeln in der Magengegend mehr als präsent!

Bordkarten sind gedruckt und schon gibts auch die erste Geschichte zu erzählen.

Buchungen mit British Airways für Anfänger Teil 1

Um bei BA mitzufligen muss man, wie bei jeder anderen Airline auch, erstmal einchecken. Am Besten Online vor dem Flug gemütlich am PC als hektisch in der Schalterhalle am Flugplatz.

Also hab ich unsere Reisepassdaten vor ein paar Wochen schon mal eingegeben und die Info bekommen, dass ich 24 Stunden vorm Flug dann auch einchecken kann also heute um 11:15.

Mit dieser Info und noch mehr Vorfeude auf gute Sitzplätze logge ich mich dann lieber schon mal um 09:00 als erst um 11:00 auf der BA Seite mit meiner Buchungsreferenz ein.


Nichts ahnend sehe ich, dass man sich auch jetzt schon Plätze resevieren kann. Doch dann steht da noch für je 25,00€. Ich denk noch so, fahrn wir jetzt mit der Bahn nach Canada oder was??

Ein klick auf den Link: "was ist wenn ich nicht für den Platz bezahlen möchte" erläutert mir, dass man natürlich auch erst um 11:00 einchecken kann oder sogar auch am Flugplatz, aber dann sind wohl alle guten Plätze weg!

Nicht zu fassen diese sche*** Inselaffen!! Kann ja wohl nicht wahr sein!

Doch ist wahr! Wer gut sitzen will muss extra Zahlen.
Kurzes überlegen und Rücksprache.... Ok machen!
Und Tatsächlich die "guten" Plätze (das sind in
der 747-400 die letzten Reihen . Da sind nur zwei statt drei Sitze nebeneinander) waren schon, bis auf zwei, alle belegt. Acht Reihen gibts davon. Zwei vorne und sechs hinten.

Tja bevor man auf einem neun Stunden Flug zwischen 200 kilo Mopsies oder gar getrennt sitzt sind die 100€ extra wohl gut angelegt. Der Rückflug sah nämlich noch schlimmer aus von der Belegung!

Moderne Wegelagerei!!




Und wer es jetzt noch nicht gemerkt hat, es wird doch ein Reisetagebuch. Also dran bleiben es wird berichtet!

Der Autor