Donnerstag, 14. Oktober 2010

Der letzte Tag

 20. Tag Vacouver per Rad

So jetzt ist der letzte Tag da. Wir wollen eine Fahrradtour durch den Stanley Park machen. Draußen scheint die Sonne, prima also los.

Aber als wir dann wirklich los sind zogen wieder dicke Wolken am Himmel entlang. Hm.. egal erstmal hin.
Halt, erst noch den Campingplatz für unlustige 61$ um eine Nacht verlängern. Übrigens ein 5Sterne Platz bei dem man in den Duschen nicht die Temp. des Wassers regulieren kann, und nachts sowie Tagsüber Züge vorbei fahren bei denen das Bier anfängt zu schäumen! Das ist beinahe schon illegal!
Dort angekommen, leihen wir uns Räder aus. An einem Verleihshop in dem wir gestern schonmal nach Preisen gefragt haben. Es herrscht Helmpflicht in BC! Ha dann nehmen wir halt einen blöden Helm mit. Schatzi hat einen Karabiner am Rucksack und ich einen unbenutzten Helmträgergurtdingenskirchen!

Nie benutzt, und wird auch nie wieder benutzt. Los gehts, die Räder sind gut aber das Wetter wird immer schlechter und bald beginnt es zu tröpfeln. Nee nä!? Das muss doch nicht sein. Überwiegend bewölkt stand im Wetterbericht! Von Regen hat keiner was gesagt!! Egal ist nicht so schlimm, wir nehmen die äußere Route, also einmal um den Park herum. Schöne Aussichtspunkte gibt es zwar, aber durch den stärker werdenden Regen läßt sich das nicht so richtig genießen.

Dann als wir quasi fast dreiviertel rum sind, wollen wir uns den "Beaver Lake" mitten im Park anschauen und fahren auf Waldwegen durch den Park. Hui hier gehts erstmal mächtig Bergauf. Sowas sind wir per Rad nicht so gewöhnt, aber die Räder haben eine Gangschaltung, wo man mit dem kleinsten Gang scheinbar eine Mauer senkrecht hochfahren könnte. Wir passieren uralte Zedern, die teilweise umgestürzt am Wegrand liegen und jemand hat die Jahreszahlen drauf geschrieben.

Zwischendurch werden noch ein paar putzige Eichhörnchen geknipst die hier anscheinend gut gefüttert werden angesichts der Größe, die sie hier erreichen.
Der Beaver Lake ist schnell erreicht, aber kein Biber zeigt sich. Liegt sicher auch an den ganzen Touris und Einheimischen hier, die einen Krach machen....
Da der Regen nicht nachlässt, beschließen wir die Räder wieder zurück zu bringen. Nach nur zwei Stunden! Also man sieht, groß ist der Park nicht.

So wat nu machen, bei dem Kackwetter! Wir laufen ein wenig die Robson Street entlang und essen erstmal ein Sub und trocknen dabei wieder etwas. Dann weiter auf der Robson und ein HMV (Musikladen), lädt zum bummeln und sich im Trockenen aufhalten, ein. Da wir keine größere Mall finden, müssen wir in anderen kleinen Geschäften die Zeit überbrücken bis es trocken ist, denn mittlerweile schüttet es ganz schön!
Irgendwann ist es dann Essenszeit und wir finden einen Griechen. Super, wenn nix anderes da ist, denn auf asiatisch, wie die anderen zweihunderttausend Restaurants haben wir keinen Bock! Wir wollen Steaks! Und da der Grieche der Einzige ist, der hier sowas anbietet, gehen wir halt zu dem. Is Lecker und nicht günstig. Schonmal 90$ beim Griechen gelassen? Also ohne Ouzo Flatrate. Zwei Gerichte, zwei Bier und zwei Ouzo!?
Dann ab nach Hause und den überschüssigen Alkohol wechkloppen!
Vorher noch ein schmerzliches Ritual. Der Grill! Der Grill, der uns nun drei Wochen gute Dienste geleistet hat, muss weg....nein begraben werden! Mit einer Träne im Auge verabschieden wir drei uns an der großen blauen Mülltonne von einander. Das ist das Ende dieses Urlaubs. Sehr schön wir könnens kaum erwarten was der Nächste bringt!

Prost!

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