6. Tag Whistler
6:30 Uhr es regnet jetzt seid 15 Stunden durch! Wir duschen nur einmal, nämlich im Wohnmobil! Dann machen wir uns auf in die Stadt und schauen mal wie die Olympioniken so gehaust haben.
Und dann angekommen in der Stadt, die so aussieht als ob jeden Moment ein Cowboy um die Ecke geritten kommt, das nächste Wunder! Es hört auf zu regnen! Ha wenn Engel reisen:-)
Zuerst mal die Fußgängerzone besichtigen. Den 'Medals Plaza' haben sie schon weggerissen, aber sonst sehr schön hier. Hach wäre das nicht so weit weg, hier würden wir gerne mal Skiurlaub machen. Wir gönnen uns einen Kaffee und schauen uns dann ein paar Geschäfte von innen an! In einem der Läden werden wir fündig und leisten uns je eine neue Jacke mit der wir dann im nächsten Skiurlaub wenigstens so tun können als ob!
Da wir wegen Schneemangels nun doch kein Ski fahren können wollen wir wenigstens rauf! Rauf auf den berühmten Blackcomb. Das können wir dann auch nachdem wir uns ein Tagespass gezogen haben, für "nur" 50CAN$ pro Person! Schnäppchen! Also hoch und gucken was so gibt.
Und es gibt was zu gucken. Unglaublich schick hier oben. Aber es geht noch weiter. Da der Canadier im Allgemeinen faul ist hat er sich eine Seilbahn gebaut die zwei Berge miteinander verbindet. Den 'Peak to Peak' eine Gondelbahn mit einer Länge von 4,4 km und das von Gipfel zu Gipfel. Natürlich alles gebaut mit deutsch-östereicherisch-schweizer Hilfe. Aber trotzdem schwer beeindruckend. Im Winter kann man dann auch auf der an der anderen Seite mit der nächsten Gondel wieder runter und erhält so das längste zusammenhängende Liftsystem der Welt! Jetzt geht das aber nicht und wir beschließen den Berg etwas nach oben zu wandern. Da oben zum Schnee will ich hin, meint Schatzi, und ich sage na denn mal los.
Auf dem Rückweg zur Gondel gehen wir auf einem kleinen Pfad, der durch einen klitzekleinen Pinienwald-wäldchen führt. Am Anfang macht uns eine Engländerin darauf aufmerksam, dass dort hinter der nächsten Kurve Bären sein sollen. Erst wissen wir nicht so recht, was wir von der Aussage halten sollen. Zumal sie schon wieder von einer der Inselaffen kommt. Dann sind wir aber mutig und gehen langsam voran. Es kommen uns andere Leute engtgegen und keiner scheint Bären bemerkt zu haben. Wir suchen das Gestrüpp mit Blicken ab und tatsächlich, da bewegt sich was im Gebüsch. Nein da Oben gibts kein Alkohol es Bewegt sich wirklich. Uns geht ein wenig der Stift. Da ... guck mal ein schwarzes Fell in den Büschen. Ein Bär!! Ein Kleiner nur, Gott sei Dank, aber es ist Einer.
Nicht Einer nein Zwei! Und unsere ersten Bären in Canada! Wir beobachten sie noch eine kleine Weile von unterschiedlichen Seiten und gehen dann mit absteigendem Puls wieder zur Gondel und zurück ins Tal.
Auf dem Weg zurück dann noch Einer! Läuft einfach so einen Waldweg entlang. Is Klar, Ist ja auch einfacher als die steilen Berge hoch zu kraxeln. Cool!
Zurück im Tal muss erstmal etwas fürs Abendessen eingekauft werden. Wir finden einen kleinen Supermarkt und entdecken günstige Garnelen und Jacobsmuscheln. Oh das ist fein! So was habe ich noch nicht gegessen, also die Jacobsmuscheln jetzt. Sechs Stück für 3 Dollar und'n Keks!
Dann mal ab zum Campingplatz. Diesmal einer der dichter an Whistler dran ist und vor dem im Handbuch des Vermieters abgeraten wird. Aber was weiß der schon. Er meinte ja auch, dass man hier in Canada nicht selbst Tanken dürfte. Ich glaub viel weiter als nach Nord Vancouver ist der wohl nicht gekommen bisher!
Also der Platz ist ein Traum! Schöne Stellplätze und ein toller FirePit, das ist das Dingen wo man drin Feuer machen kann. Ich also erstmal das Holz raus und mit der Axt Kleinholz gemacht. Haha was für ein Spaß, unser erstes Feuer.
Dann die Gußpfanne auf das Rost und heiß werden lassen. Die Muscheln und Garnelen schön mit viel Olivenöl.... ach scheiße waren die lecker!
Anschließend konnten wir dann auch noch schön am Feuer lange draußen sitzen bis das Bier alle war. "Notiz an mich selber: Bier kaufen nicht vergessen"
Was für ein toller Tag!
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