Morgens wird erstmal gedumpt! Und das sind hier mal Dumpingstations! Ungefähr so wie 'ne Tanke auf der Neuenlander Strasse nur nicht überdacht.
Dann schauen wir uns Jasper ein wenig an und legen uns endlich eine Bärenglocke zu. Also eine um krach zu machen wenn man im Wald unterwegs ist. Nun kann uns nichts mehr passieren!
Da die Hauptstrasse in Jasper nichts weiter spannendes zu bieten hat und wir einen Cache nicht finden (zwei hatten wir aber schon gelogged) beschließen wir weiter zu fahren. Ach ja beim ersten Cache passiert natürlich auch wieder genau das, was nicht passieren sollte. Eine Elchkuh laüft in aller seelen Ruhe über die Strasse in den anliegenden Wald und wir sind hundert Meter vom Auto und damit auch von der Kamera entfernt. Mist! Naja wenn es die Viecher hier so zahlreich gibt läuft uns früher oder später auch einer vor die Linse!
Weiter geht die fahrt also über den berühmten Icefield Parkway. Zum Columbia Icefield. Das ist ein Gletscher auf dem man rumlaufen kann.
Also wieder tolle Landschaft mit den atemberaubenden Rockies links und rechts. Aber der Zustand der Straße bis zum Columbia Icefield ist abartig schlecht. Ich hab keine Ahnung wie die Wohnmobile hier drei Jahre alt werden können, wie unseres, und noch so gut in Schuss sind. Das dauer geklapper geht einem bei Zeiten echt auf den Keks!
Nach 95 harten aber auch schönen Kilometer erreichen wir den Gletscher. Da stehen schon am Eingang diese krassen Fahrzeuge, die einen auf den Gletscher bringen.
Wir also schnell rein, wo man sich für die Touren anmelden kann. Und da ist das Glück mal wieder auf unserer Seite. die nächste Tour startet um 15:00. Es ist 14:56 und es gibt noch freie Plätze. Spitze! Also ohne lange warten zu müssen, weil wir müssen ja auch noch weiter ins 130 km entfernte Lake Louise, gehts in den ersten normalen Bus der einen zur "Haltestelle" für die Monsterbusse bringt. Echt der Wahnsinn die Teile da sind 1000/50 R 25 Reifen drauf;-) BigFoot läßt grüßen!
Dann gehts los mit dem Monster. Erst 18-20% Gefälle nach unten und dann ähnlich schräg wieder rauf zum Gletscher. Ok Idyllisch oder einsam ist anders. es stehen weitere vier von den Bussen an dem Haltepunkt auf dem Gletscher mit jeder Menge Touristen. Hauptsächlich Asiaten. Aber einer schießt den Bock ab! Ein ... sagen wir adipöser Mann schätzungsweise Ami ist doch tatsächlich mit Shorts und Polo Shirt hier oben. Schatzi und ich haben trotz des super Wetters, es ist keine Wolke am Himmel, unsere dicken Jacken an. Ich hab schon von den Kölnern, die wir in Nanaimo getroffen haben, gehört, dass sie hier oben Leute mit FlipFlops gesehen haben. Ich meine wir laufen hier auf Eis! Gletscher Eis mit 300 Meter dicke, hallo!
Wieder unten angekommen macht Schatzi uns ein lecker Sandwich und ab gehts nach Lake Louise. Die Strasse wird nun deutlich besser und so sind die letzten 130 km des Tages auch ein Kinderspiel.
Am Campingplatz ist natürlich um sechs Uhr niemand mehr, also suchen wir uns alleine einen Platz dicht am Waschhaus und mit einem FirePit.
Hier wie in allen Nationalpark Campingplätzen sind die Stellplätze immer nur mit Strom aber ohne Wasser. Man sollte also Morgen Dumpen und Wasser auffüllen.
Die Nacht ist nicht so schön ruhig, weil direkt neben dem Platz Schienen verlaufen und etwa alle 10 min ein Zug vorbei fährt. Ach ja falls ich das noch nicht erwähnt habe, die sind hier bis zu zwei km lang (gemessen) und haben unglaublich unaufdringliche Hupen. So wie Schiffe etwa! Tags über ist das schön anzuhören aber Nachts reichts dann nach dem zehnten Mal!
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