Tja jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Für diesen ist es jetzt soweit.
Wir schlafen etwas länger und frühstücken ein letztes Mal gemütlich im
Wohnmobil mit den Resten die noch da sind.
Dann geht’s ans Aufräumen. Die Endreinigung müssen wir selber machen,
also Schatzi drinnen und ich draußen. Schwarzwassertank spülen und den Keller
ausräumen und fegen. Da wir kein Feuer mehr machen konnte landet auch allerlei
Brennholz im Müll. Bei 61,70$ die wir gestern noch für eine Nacht bezahlt
haben, nutzen wir die Mülltonne auch für alles was weg muss.
Dann gegen zwölf fahren wir los zum nächsten Canadian Tire. Wir wollen
noch Grillanzünder kaufen. Das sind die Besten die es gibt, und in Deutschland
nicht erhältlich, das nur so als Tipp!
Dann muss der Gastank wieder aufgefüllt werden, dass ist auch nicht mit
im Preis des Wohnmobils drin. 34$ für 46 Liter werden da nochmal fällig. Danach
geht’s zurück zu Holiday Home Car. Da es nicht allzu weit ist sind wir
eigentlich viel zu früh dort. Und das ist nun eigentlich auch der Nachteil des
Prinzips von diesem Vermieter. Man sollte wirklich erst eine halbe Stunde vor
Abfahrt dort ankommen um die Koffer zu Packen und die Abnahme zu machen. Denn
es gibt nichts in der Nähe. Kein Restaurant oder sonst was. Man kann sich in
einem Holzunterstand aufhalten in dem auch der Grill steht, den man ja benutzen
kann wenn man ankommt. Allerdings wurden wohl keine neuen Gäste erwartet, denn
hier sah es aus wie bei Hempels unterm Sofa. Naja zum Sitzen und rauchen geht’s
gerade so. So sollte man dies als reine Übergabestation sehen wo man sich halt
die ein oder zwei verschenkten Tage im Hotel spart, die sonst anfallen. Man
wird kurz von Herrn Kunke begrüßt mit
der Ansage, man hätte ja noch gut Zeit. Die Abnahme war dann recht kurz und entspannt.
Jetzt noch etwas Kritik:
Es gibt auf dem Gelände von Holiday Home Car keine Gäste Toilette. Auf
Nachfrage wurde uns die Mitarbeiter Toilette angeboten, immerhin. Aber das
unglaublichste ist, dass es keine Möglichkeit gibt seinen restlichen Müll zu
entsorgen. Also ich rede nicht von der Menge die wir auf dem Campingplatz
gelassen haben, das ist klar. Aber man schafft es nicht komplett ohne Müll. Da
sind halt immer noch Kleinigkeiten wie 'ne Wasserflasche oder irgendeine
Umverpackung. Ok wir hatten Glück und konnten es noch einem Angestellten geben
der ihn aber auch mit den Worten: "normaler Weise eigentlich nicht, aber
geben sie mal her" entgegen nahm.
Das Pärchen mit dem wir gestartet waren musste doch tatsächlich eine
Tüte, also eine kleine Plastiktüte, mit zum Flughafen nehmen. Ein Ding der
absoluten UNMÖGLICHKEIT!
Nach dem ich das mitbekommen hatte war für uns eigentlich auch klar, dass
wir mit Holiday Home Car nicht mehr zusammen arbeiten werden! So geht’s nicht.
Noch eine Geschichte die man wissen muss. Wenn man die Einkaufsliste nicht in
Anspruch nimmt und spät ankommt, hat man nichts zu Essen und zu Trinken vor
Ort. Man bekommt zwar Frühstück aber wenn man so ankommt wie das Pärchen aus
Berlin, nämlich spät, sieht’s düster aus. Sie hatten auf die Frage nach den
Würstchen, die ja da sein sollen zum grillen, eine Packung gefrorene Würste
bekommen die sie dann mit den Worten: "sollen wir die jetzt lutschen oder
was" wieder zurückgegeben. Deren Wohnmobil hatte wie auch unseres den
defekt, dass der Wasseranschluss am Fahrzeug leckte. Bei uns war das nicht so
schlimm. Mir doch egal, Wasser kostet ja nix extra. Aber die haben neben dem Anschluss
geschlafen, also im Wohnmobil. Und das ständige Getropfe raubt halt einigen den
Schlaf. Auf der Daumendicken Matratze im Alkoven ließ es sich wohl auch nicht
schlafen.
Aber es gibt in Canada ausreichend Wohnmobil Verleiher, also ist man auf
so was hier nicht angewiesen. Aber von der Beschreibung auf der Internetseite
von Holiday Home Car sollte man sich nicht zu sehr beeindrucken lassen. Ach ja
das Geld für die Taxifahrt vom Flughafen, weil wir ja vergessen wurden, gab’s
natürlich auch nicht zurück.
Tja wie schon mal erwähnt für den ersten Eindruck hat man nur eine
Chance, Holiday Home Car hat zwei davon vermasselt. Nächstes Mal geben wir
gerne ein, zwei Hundert Euro mehr aus und gehen wieder zu Fraserway oder
ähnliches!
Dann der Flug nach Hause. Ganz schön lang so ein neun Stunden Flug. Aber
zu Hause angekommen ging es erst mal für 14 Stunden in die Falle!
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