Sonntag, 10. Oktober 2010

Durch die Nord Cascaden

16. Tag Winthrop-Everett

Als erstes gehts durch den kleinen Ort Winthrop. Klasse, so sieht der wilde Westen aus!


Dann noch kurz getankt, und ab gehts durch den North Cascades Park. Ein weiterer Traum an Landschaft, schönen Strassen und atemberaubenden Aussichten.

Wir halten dann beim Diabolo Lake, einem Stausee an dem die Energie für Seattle gewonnen wird. Türkisgrün und umringt von Bergen! Vorher und nachher halten wir an schönen Aussichtspunkten um tolle Fotos zu machen. Ach ja und einen Cache nehmen wir auch mit. Der erste in den USA.


Dann ein Blick auf die Uhr und die Entfernung nach Everett. Hm... könnte klappen! Knapp aber vielleicht schaffen wir die Boeing Tour noch heute. Die Strassen sind gut und ich gebe Gas.
Das schwierigste ist eigentlich, die Adresse zu finden. Ich hatte dummerweise versäumt, die Adresse im Vorfeld im Navi zu speichern. Hab gedacht, da werden schon Schilder stehen am Highway. Denkste! Nicht ein Einziges. Wie sind die denn drauf hier? Irgendwie erwischen wir aber durch Glück die richtige Strasse und finden es mehr mit Glück als Verstand. Die Uhr zeigt drei! Um drei soll die letzte Tour starten. Wir schnell rein und fragen ob wir noch mit können. Klar, aber sie müssen sich beeilen, sagt die Dame an der Kasse! Super wieder mal mächtig Schwein gehabt, nicht zu fassen!

Die Tour durch die Boeing Werke ist schon sehr beeindruckend. Auch wenn mir große Hallen und große Flugzeuge nicht fremd sind, dass hier ist noch eine Nummer größer. Ach ja, Fotos darf man hier natürlich nicht machen. Wir finden uns in dem größten Gebäude der Welt (bezogen auf das Volumen) wieder. 13 Mio m³ Inhalt. Hier werden alle großen Boeings zusammengebaut. Es ist die Final assembly line. Also es werden die großen "Tonnen" und die Tragwerke von der, 747-8, 767, 777 und der neuen 787 montiert. Alles in einer Halle!! Wahnsinn! Ich kenne die 500 m langen Hallen in Toulouse, aber die kann man hier drin drehen!
Schatzi ist auch sehr beeindruck und sieht so auch mal, wie Flugzeuge zusammengebaut werden. Wie gesagt, leider keine Fotos. Aber wir haben die vordere Sektion der ersten 747-8 I gesehen. Welches die 747-400 ablöst und länger ist als der Airbus A380.
Draußen machen wir noch ein paar Fotos. Da ist der Large Cargo Freighter zu sehen.



Das ist eine umgebaute 747-400 mit der die Sektioen der neuen 787 durch die Gegend geflogen werden.

Gut dann noch in den Boeing Shop, ein paar Sachen gekauft, und ab zum Campingplatz.
Mit ein bisschen suchen, finden wir ihn schließlich hinter einem der zig Autohäuser an der Strasse. Ähm.. das hier soll ein Campingplatz sein?! Sieht aus wie'n Parkplatz! OK am Office ist keiner mehr, aber es hängt ein Umschlag am "schwarzen" Brett mit einer Beschreibung für den Platz "31" drin. Hm.. etwas skeptisch fragen wir einen Mann der gerade vorbei kommt. Ja doch alles gut, wenn nicht reserviert drauf steht könnt ihr den nehmen. Und wenn noch jemand kommt, frag ich? Tja dann hattet ihr Glück! Der Platz ist voll. Da es jetzt viel zu spät ist noch einen anderen Platz zu suchen, nehmen wir diesen, ohne wirklich zu begreifen, was für ein Glück wir also zum zweiten Mal an diesem Tag haben.
OK der Stellplatz ist fürchterlich eng. Zwischen zwei 40' Monstern lässt sich aber gut verdeutlichen, dass wir ein kleines Wohnmobil haben!



Ansonnsten ist der Platz aber OK. Saubere Duschen W-Lan, aber jetzt kommts. Es ist der erste Platz in diesem und im letzten Urlaub in Ontario, wo der Wasserschlauch nicht passt. Unser Anschlussgewinde ist zu groß. Ok das gibt Abzug!
Morgens treffen wir dann auch jemanden im Office an. Sehr nett und bemüht die Dame. Als erstes verlängern wir um eine zweite Nacht. Denn einen anderen Platz zu suchen würde zuviel Zeit kosten. Dann das Problem mit dem Wasserschlauch. Sie ist so nett und gibt uns einen aus ihrem Bestand und der passt dann auch an den Wasseranschluss. Leider nicht so ganz ans Fahrzeug. Aber egal, mach ich halt morgen den Wassertank voll und gut ist. Dann ist sie uns noch mit den Busverbindungen behilflich und fragt extra eine andere Frau wie man mit dem Bus nach Downtown kommt.
Also nett und bemüht sind die Amis ja echt. Ich würd sagen fast besser als die Canadier.
Gut die Bushaltestelle ist nicht weit vom Platz und wir machen uns auf die einandhalb stündige Reise nach Downtown. Soviel zu City nähe.
Seattle ist um es mal vorsichtig auszudrücken nicht die hübscheste Stadt. Und wir sehen sie bei trockenem Wetter! Es ist bewölkt aber recht mild und trocken!! Erstmal auf das Wahrzeichen der Stadt den Space Needle. 185 m hoch ist er und wurde zur Weltausstellung 1962 gebaut.

Also nur ein tacken höher als der Radarturm in Bremerhaven aber gleich alt. Man hat einen schönen Überblick über die Stadt und könnte wenn man wollte auch schick hier oben essen. Das machen wir nicht, denn wir wollen ins Seattle Centre. Das Gebäude soll einer geborstenen Gitarre nachempfunden sein, wovon wir aber auch mit viel Phantasie nix erkennen können. Auch nicht von oben.

Im inneren geht eigentlich nur um gute Musik. Um Rock Musik um genau zu sein. Jimmi Hendrix ist das Hauptthema und noch viele weitere Künstler werden geehrt. Es gibt auch ein Museeum welches wir uns aber erst später anschauen.

Dann gings mit der Monorail nach Downtown. Ich muss ständig an mehrere Simpsons Folgen denken die Seattle wohl als Vorlage hatten. In Downtown gehen wir im Hard Rock Cafe lecker Burger essen. Quasi Pflicht wenn man schon mal hier ist. Dannach schauen wir uns den alten Markt an der WaterFront an. Hier gibts den frischesten Fisch und allerlei Nippes Läden.Wir machen uns auf nach Chinatown. Als wir es gefunden haben machen wir uns schnell wieder aus dem Staub. Nicht schön! Kein Vergleich mit Toronto oder New York!
Tja nachdem wir im sogenannten Pionier Square auch nichts spannendes entdecken, machen wir uns auf den Weg zurück zum Seattle Centre. Dort soll es heute Abend Live Musik geben.
Die Band ist nicht schlecht, aber die Musik ist nicht so die unsere. Also beschließen wir doch noch das Expierience Music Project and Hall of Fame zu besichtigen. Der Eintritt ist auch auf einmal frei. Vorhin hieß es noch 15$! Na super dann mal Los. Hierzu schaut ihr euch am Besten das Picasa Album an, sonst schreibe ich noch morgen hier.

Dann die Rückfahrt zu Campingplatz. Es sitzen jetzt nicht mehr ganz so fertige Leute im Bus, mehr normale Leute die von der Arbeit kommen.Heute Vormittag waren da echt ein paar Patienten dabei....Holla Hossa!
Da es schon spät ist und wir kein Feuer auf dem Campingplatz machen können gehen wir in das nächstgelegene und sehr gute italienische Restaurant wo es lecker Pizza und Salat gab. Im Wohnmobil noch einen Absacker und abe in die Falle.

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